Ausgabe 166

„So a hassa Summa“  

Im Unterschied zu früher blickt man auf Grund der Klimaveränderung den kommenden Sommermonaten nicht mehr nur mit uneingeschränkter Freude entgegen. Geblieben ist immer noch die Vorfreude auf Urlaub und Schulferien, getrübt durch Temperaturen von bis zu 40° in Wien und große Trockenheit!  

Tatsächlich hat sich gezeigt, dass unser Körper auf diese geänderten Bedingungen nicht optimal vorbereitet ist und sich daraus gesundheitliche Probleme ergeben!  

Wie immer sind es Hochbetagte, Kinder und chronisch Kranke, die den aus diesen Extremen resultierenden Stress schlecht verkraften und besonders gefährdet sind.  

Problem Nummer Eins ist dabei die oft unzureichende Flüssigkeitszufuhr auf die bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad besonders zu achten ist. Das Meiden direkter Sonnenbestrahlung durch das Tragen von leichter Kleidung bzw. einem Sonnenhut sind wichtige vorbeugende Maßnahmen. Vorausschauendes Handeln ist gefragt, etwa nicht mit Kleinkindern im Hochsommer zu Mittag ins Freibad, usw.!  

Gerade wenn äußere Rahmenbedingungen belastend sind für Herz, Kreislauf oder Nieren, sollte man seine Medikamente konsequent einnehmen und den Blutdruck regelmäßig messen. Es kann sein, dass Anpassungen vorgenommen werden müssen und hier bitte ich mit uns Kontakt aufzunehmen.  

Im Winter setzten die Infekte im Bereich der Atemwege, unseren Patient*Innen zu, im Sommer stehen Erkrankungen des Magen- Darmtraktes und hier vor allem Durchfall und Erbrechen im Vordergrund. Es ist allerdings möglich durch das Vermeiden von Risikoverhalten die Häufigkeit zu reduzieren, etwa die Verwendung von leicht verderblichen Lebensmitteln einzuschränken, Vorsicht beim Verzehr von Essensresten vom Vortag!  

Übrigens Magen- Darmerkrankungen sind durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von gesüßtem Tee, Schonkost und Darmflora aufbauenden Medikamenten, gut behandelbar und bedürfen oft keiner weiteren Therapie.   Bedroht sind allerdings Kleinkinder und Hochbetrage, bei denen sich ein gefährlicher Flüssigkeitsmangel schon recht bald einstellen kann und in so einem Fall helfen Infusionen den Betroffenen innerhalb kurzer Zeit!  

Nicht zu unterschätzen sind die Langzeitfolgen der Sonneneinstrahlung in Form von chronischen Hautschäden den sogenannten aktinischen Keratosen und im schlimmsten Fall dem Entstehen des schwarzen Hautkrebses, des Melanoms. Daher gilt es direkte Einstrahlung zu vermeiden und eine Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor (optimal LSF 50) zu verwenden.  

Ein weiteres Problem stellen im Sommer die  Zecken dar, Sie sind die Überträger der Früh Sommer Meningo Encephalitis, einer Erkrankung die mittels einer bewährten Impfung vermeidbar ist. Zusätzlich verursachen die Zecken auch die Borreliose eine bakterielle Infektion mit typisch zirkulärer Hautrötung, die wiederum sehr gut auf eine Antibiotikagabe anspricht.. Eine Kontrolle des Impfstatus in der warmen Jahreszeit betreffend Wundstarrkrampf (Tetanus) und bei Bedarf eine Auffrischung ist sinnvoll! Sollte eine Bienen- oder Wespengiftallergie bestehen, die Notfallmedikamente nicht vergessen!  

Übrigens haben wir im November die ersten Gürtelroseimpfungen des öffentlichen Impfprogramms verabreicht, sodass nun die Auffrischungen notwendig sind und wir haben ausreichend Impfstoff lagernd!

    

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