
Im Unterschied zu früher blickt man auf
Grund der Klimaveränderung den kommenden Sommermonaten nicht mehr nur mit
uneingeschränkter Freude entgegen. Geblieben ist immer noch die Vorfreude auf
Urlaub und Schulferien, getrübt durch Temperaturen von bis zu 40° in Wien und
große Trockenheit!
Tatsächlich hat sich gezeigt, dass unser Körper auf diese geänderten
Bedingungen nicht optimal vorbereitet
ist und sich daraus gesundheitliche Probleme ergeben!
Wie immer sind es Hochbetagte,
Kinder
und chronisch Kranke, die den aus
diesen Extremen resultierenden Stress schlecht verkraften und besonders gefährdet
sind.
Problem Nummer Eins ist dabei die oft unzureichende Flüssigkeitszufuhr
auf die bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad besonders zu achten ist. Das
Meiden direkter Sonnenbestrahlung
durch das Tragen von leichter Kleidung bzw. einem Sonnenhut sind wichtige
vorbeugende Maßnahmen. Vorausschauendes Handeln ist gefragt, etwa nicht mit
Kleinkindern im Hochsommer zu Mittag ins Freibad, usw.!
Gerade wenn äußere Rahmenbedingungen belastend sind für Herz,
Kreislauf oder Nieren, sollte man seine Medikamente
konsequent einnehmen und den Blutdruck
regelmäßig messen. Es kann sein, dass Anpassungen vorgenommen werden müssen
und hier bitte ich mit uns Kontakt aufzunehmen.
Im Winter setzten die Infekte im Bereich der Atemwege, unseren
Patient*Innen zu, im Sommer stehen Erkrankungen des Magen- Darmtraktes und hier
vor allem Durchfall und Erbrechen
im Vordergrund. Es ist allerdings möglich durch das Vermeiden von Risikoverhalten
die Häufigkeit zu reduzieren, etwa die Verwendung von leicht verderblichen
Lebensmitteln einzuschränken, Vorsicht beim Verzehr von Essensresten vom
Vortag!
Übrigens
Magen- Darmerkrankungen
sind durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von gesüßtem Tee,
Schonkost und Darmflora aufbauenden Medikamenten, gut behandelbar und bedürfen
oft keiner weiteren Therapie.
Bedroht sind allerdings Kleinkinder
und Hochbetrage, bei denen sich
ein gefährlicher Flüssigkeitsmangel schon recht bald einstellen kann und in
so einem Fall helfen Infusionen den Betroffenen innerhalb kurzer Zeit!
Nicht zu unterschätzen sind die Langzeitfolgen der
Sonneneinstrahlung in Form von chronischen
Hautschäden den sogenannten aktinischen Keratosen und im schlimmsten Fall dem Entstehen des
schwarzen Hautkrebses, des Melanoms.
Daher gilt es direkte Einstrahlung zu vermeiden und eine Sonnenschutzcreme mit
hohem Schutzfaktor (optimal LSF 50) zu verwenden.
Ein weiteres Problem stellen im Sommer die Zecken
dar, Sie sind die Überträger der Früh
Sommer
Meningo
Encephalitis,
einer Erkrankung die mittels einer bewährten
Impfung vermeidbar ist. Zusätzlich
verursachen die Zecken auch die Borreliose
eine bakterielle Infektion mit typisch zirkulärer Hautrötung, die wiederum
sehr gut auf eine Antibiotikagabe anspricht.. Eine Kontrolle des Impfstatus in
der warmen Jahreszeit betreffend Wundstarrkrampf (Tetanus) und bei Bedarf eine
Auffrischung ist sinnvoll! Sollte eine Bienen- oder Wespengiftallergie bestehen,
die Notfallmedikamente nicht vergessen!
Übrigens haben wir im November die ersten Gürtelroseimpfungen des öffentlichen Impfprogramms verabreicht, sodass nun die Auffrischungen notwendig sind und wir haben ausreichend Impfstoff lagernd!
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